OP Demo – rechte Schulter

1.

Der Hautschnitt wurde durchgeführt und die Lücke zwischen dem Deltamuskel (M. deltoideus) und großen Brustmuskel (M. pectoralis maior) dargestellt.

2.

Nach Absetzen der vorderen Rotatorenmanschette (M. subscapularis – Sehne) gelangt der knorpellose, zerstörte Oberarmkopf Caput humeri) zur Darstellung

3.

Der Oberarmkopf wird entlang einer exakt angelegten Schnittlehre abgetragen.

4.

Mit einer Knochenahle wird dann der Markraum des oberen Oberarmknochens aufgefräst bis zum maximal möglichen Innendurchmesser des Knochens

5.

Nach Präparation des Oberarmknochen-Einganges kann bei stabilen Knochenverhältnissen der Prothesenschaft ohne Knochenzement eingebracht werden.

6.

Nach systematischem Lösen der Gelenkkapsel kann die Schultergelenks – Pfanne (das „Glenoid“) dargestellt werden.

7.

Mittels spezieller Knochenfräsen wird dann der Restknorpel von der Glenoidoberfläche entfernt und der oft sehr harte Knochen angefrischt.

8.

In den so vorbereiteten Knochen der Gelenkspfanne werden dann Bohrungen angebracht, welche die neue Gelenkpfannen – Oberfläche aufnehmen.

9.

Die hier verwendete Pfannenkompo- nente benötigt nur wenig Knochen – Zement auf der Rückfläche des Kunst- stoff – Elementes um geringste Uneben- heiten der Knochenoberfläche auszu- gleichen. Die eigentliche Verankerung geschieht über die in den Kunststoff eingearbei- teten Titan – Hohlzapfen, welche einen etwas größeren Durchmesser aufweisen als die in den Knochen gebohrten Löcher. Diese verklemmen sich initial fest im Knochen der Gelenkspfanne und wachsen dann sukzessive in den Knochen ein.

10.

Die neue Gelenkspfanne wurde mit kontrollierten Hammerschlägen in den Gelenkpfannenknochen eingepasst.

11.

Der Oberarm mit dem eingebrachten Prothesenstiel wird wieder exponiert und auf den Stiel ein in allen 3 Ebenen frei justierbares Zwischenteil (die sog. „Replikatorplatte“) zunächst lose angeschraubt. Hierüber kann dann mittels Probeköpfen die exakte Position des neuen Oberarmkopfes ermittelt werden. Danach wird das Zwischenstück in der gewünschten Position definitiv mit dem Prothesenstiel verklemmt.

12.

Dann wird der definitive künstliche Oberarmkopf in der geplanten Position – in 1 : 1 – Imitation der ursprünglichen Anatomie – mit der Replikatorplatte verklemmt.

13.

Zum Abschluss muss dann die abgelöste Subscapularissehne wieder möglichst stabil an den Oberarmknochen refixiert werden. Dies geschieht mit einer aufwendigen doppelreihigen Nahttechnik, bei der die Haltefäden durch Knochenkanäle geführt und seitlich über ein kleines Naht- Plättchen aus Titan verknotet werden.
Somit können die Fäden nicht in den Knochen einschneiden

14.

Zweireihig , transossär refixierte Subscapularissehne